Vortrag und Gespräch mit Künstler Prof. Markus Lüpertz

8. November 2016
20.00 Uhr
Kaiser-Friedrich-Halle


Schirmherr für den Initiativkreis

Ulrich Wölfer
Unibail Rodamco

Persönliches Mitglied im Initiativkreis Mönchengladbach

Der Initiativkreis Mönchengladbach freute sich einen der größten Maler, Grafiker und Bildhauer Deutschlands am 8. November in Mönchengladbach begrüßen zu dürfen, Prof. Markus Lüpertz.

Lüpertz, geboren am 25. April 1941 im nordböhmischen Reichenberg, floh mit der Familie nach Rheydt, studierte von 1956 bis 1961 an der Werkkunstschule Krefeld und an der Kunstakademie Düsseldorf. Seit 1961 ist er in Düsseldorf auch als freischaffender Künstler tätig. 1970 erhält Lüpertz den Preis der Villa Romana und hält sich im Rahmen eines einjährigen Stipendiums in Florenz auf. 1976 nimmt er eine Professur an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe an. 1977 präsentiert die Hamburger Kunsthalle erstmals einen Überblick über sein Oeuvre. Es folgen Ausstellungen in der Kunsthalle Bern, im Stedelijk Museum, Amsterdam und im Van Abbemuseum, Eindhoven. 1982 ist er mit Werken auf der documenta VII in Kassel und auf der Gruppenausstellung Zeitgeist zu sehen. 1986 wird er Professor an der Kunstakademie Düsseldorf. 1988 nimmt er Teil an der Ausstellung Made in Cologne. Im gleichen Jahr beruft man ihn zum Rektor der Akademie in Düsseldorf. Lüpertz lebt und arbeitet in Berlin, Karlsruhe, Düsseldorf und Florenz. Er ist verheiratet und hat 5 Kinder. Wegen seiner egozentrischen Rhetorik und seines extravaganten Lebensstils wird der Künstler auch als “Malerfürst” bezeichnet.

2009 wird ihm eine große Retrospektive in der Kunst- und Ausstellungshalle in Bonn ausgerichtet, welche ein Exemplar des “Genius” als eine Schlüsselposition seines bildhauerischen Schaffens präsentiert. Im Gegensatz zu den vorherrschenden abstrakten Tendenzen in der Malerei seiner Zeit, gestaltete der junge Lüpertz einfache, gegenständliche Motive in expressiver Manier. Viele seiner Werke werden dem Neoexpressionismus zugeschrieben. Die Kunstkritik zählt ihn in den 60er Jahren zu den Neuen Wilden. 1969 bis 1977 malt er in der Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte vorwiegend “deutsche Motive” in großen Formaten. 1977 gibt er dieses Sujet auf. Es folgen “Stil-Bilder”, die sich an der abstrakten Malerei der fünfziger Jahre orientieren. Anfang der achtziger Jahre enden diese Tendenzen zugunsten einer neuen Gegenständlichkeit und Räumlichkeit. In dieser Phase entstehen u.a. Serienbilder, die er mit Zitaten der Kunstgeschichte betitelt. Seit 1980 entwirft Lüpertz verstärkt Skulpturen, die häufig eine Auseinandersetzung mit klassischen Motiven der Mythologie suchen. Markus Lüpertz lebt und arbeitet in Berlin, Düsseldorf und Karlsruhe.

Prof. Markus Lüpertz bei seinem Vortrag

Prof. Markus Lüpertz mit der Moderatorin Bettina Mendelsohn und dem Schirmherrn Ulrich Wölfer

Prof. Lüpertz und Bettina Mendelsohn im Interview