Klavierkonzert mit Lise de la Salle

04. Juni 2009,
20.00 Uhr,
Kaiser-Friedrich-Halle


Schirmherr für den Initiativkreis Mönchengladbach

Dr. Joachim Schönbeck
Geschäftsführer der SMS Meer GmbH
Persönliches Mitglied im Initiativkreis Mönchengladbach

In seiner Veranstaltungsreihe "Pianisten der Welt" begrüßte der Initiativkreis Mönchengladbach in den vergangenen Jahren international renommierte Pianisten wie Bruno Leonardo Gelber, Anna Gourari und Bernd Glemser. Mit einem Konzert der 21-jährigen Französin Lise de la Salle wurde die ruhmvolle Serie jetzt fortgesetzt.

Die junge Pianistin, weltweit als "Jeanne d''Arc am Klavier"gefeiert, beschränkt sich auf maximal 45 Konzerte im Jahr. "Wir sind sehr stolz darauf, dass sie die Einladung des Initiativkreises angenommen hat und für uns in Mönchengladbach spielt", sagte Schirmherr Dr. Joachim Schönbeck, Vorsitzender der Geschäftsführung der SMS Meer GmbH, bei der Begrüßung in der ausverkauften Kaiser-Friedrich-Halle.

Ihr Debüt in der Vitusstadt eröffnete die Pianistin, die als extremes Talent gilt und durch ihr gestaltungssicheres und doch offenes Spiel bezaubert, mit fünf Klaviersonaten von Domenico Scarlatti: wunderbar elegant und in ganz ebenem Gleichmaß, mit glasklaren Linien und fein ausgearbeiteten Strukturen gespielt. Dem glanzvollen Auftakt aus der Zeit des spanischen Königshofes im 18. Jahrhundert folgte ein klassischer Kontrast mit Mozarts d-Moll-Fantasie. Wer das kleine Klavierstück als harmlose Unterrichtsliteratur kennt, wurde von Lise de la Salle eines Besseren belehrt. Nie hat man die Fantasie tiefgründiger, nie gehaltvoller erlebt als unter ihren Händen. Jeder Ton, exakt dosiert und berückend transparent, barg eine Welt für sich. Die heitere Leichtigkeit der Finalergänzung fand in der B-Dur-Sonate KV 281 eine konsequente Ergänzung und erinnerte mit reichen Verzierungen an den Opernkomponisten Mozart. Die zweite Konzerthälfte war Frédéric Chopin gewidmet: drei posthumen Nocturnes, in denen das Bild des verträumt am Flügel seinen Klängen nachtrauernden Komponisten wunderbar lebendig wurde und den Balladen 2 und 4, die im Kontrast zwischen zart hingehauchten Melodien und wilden, feurigen Rhythmen bewiesen, dass Lise de la Salle nicht nur eine Klangzauberin ist, sondern auch ein Energiebündel, das selbst im temperamentvollsten Spiel immer auf das Wesentliche konzertiert bleibt, ernst und würdevoll. Minutenlanger Applaus, zwei Zugaben - ein großer Erfolg für Lise de la Salle und auch für den Initiativkreis Mönchengladbach.

Die junge Pianistin Lise de la Salle

Schirmherr Dr. Joachim Schönbeck dankte der Pianistin für ein erfolgreiches Konzert