Innovation und Technologie - wer wird gewinnen?

24. November 2004,
Hochschule Niederrhein,
Mönchengladbach


Schirmherr für den Initiativkreis Mönchengladbach

Prof. Dr. Gunter Konrad
Ärztlicher Direktor der Maria Hilf Kliniken GmbH und
persönliches Mitglied im Initiativkreis Mönchengladbach

Zu einem "High-Level-Gespräch" begrüßte Prof. Dr. Hermann Ostendorf, Rektor der Hochschule Niederrhein, mehrere hundert Studentinnen und Studenten bei den Campusgesprächen 2004, die vom Initiativkreis Mönchengladbach in Kooperation mit der Hochschule ins Leben gerufen worden sind, um den Gedankenaustausch zwischen der Wirtschaft und dem akademischen Nachwuchs anzuregen und dem jungen Managementnachwuchs von morgen Einblicke in den Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Nach dem überaus erfolgreichen Startschuss im vergangenen Jahr präsentierten auch die diesjährigen Campusgespräche eine hochkarätig besetzte Expertenrunde:
Die Berliner Beraterin von Wirtschaft und Politik, Prof. Dr. Gertrud Höhler, der Vorsitzende des Vorstands der METRO AG Düsseldorf, Dr. Hans-Joachim Körber, und der Geschäftsführer AUNDE Achter und Ebels GmbH, Rolf Königs, diskutierten über das Thema "Innovation & Technologie - wer wird gewinnen?"

Für Innovationen, darin war sich die Expertenrunde einig bei ihrer Debatte über die rasante Technologieentwicklung, braucht der Mensch Raum zum Denken, Forschen und Experimentieren. Genauso wichtig sei jedoch die Bereitschaft zur Mobilität, und daran mangele es in der deutschen Wirtschaft nach wie vor. "Unseren türkischen Werksleiter können wir ohne Probleme überall hinschicken", berichtete Rolf Königs, "ein Deutscher ist dazu nicht bereit." Innovation müsse zuerst im Kopf sein und erfordere daher kreative Geister, die im deutschen Ausbildungssystem einen schweren Stand haben. "Sucht euch unbedingt einen Platz, der euch interessiert", appellierte Prof. Dr. Gertrud Höhler an das konzentriert zuhörende junge Publikum. "Nur wer Spaß an dem hat, was er tut, der wird auch Erfolg haben. Man sollte sich hüten, die Träume aus der Kindheit aufzugeben. Aber man muss sich auch frei machen von dem Gedanken, bei allem dabei sein zu müssen." Auch wenn Kreativität am ehesten in mittelständischen Unternehmen zu finden sei, dürfe man große Unternehmen nicht zwangsläufig als innovationsfeindlich ansehen, erklärte Dr. Hans-Joachim Körber. Als Beispiel nannte der Metro-Vorstandsvorsitzende den Einsatz sendergesteuerter Chips an Verpackungen, die in absehbarer Zukunft auch im Supermarkt an der Ecke Standard sein sollen. Beim Fazit der angeregten Podiumsdiskussion waren sich die Experten einig:

"Der Mensch", fasste Prof. Dr. Gertrud Höhler zusammen, "wird immer der Gewinner im Wettlauf mit der Technik sein. Denn die Technologie wird vom Menschen erschaffen. Sie kann nie intelligenter sein als er."