Vortrag mit dem Präsident a.D. der Republik Südafrika: Frederik Willem de Klerk

08. Mai 2004,
Kunstwerk


Schirmherr für den Initiativkreis Mönchengladbach

Uwe Hölzer
Vorsitzender der Geschäftsführung der real,- SB-Warenhaus GmbH
Persönliches Mitglied im Initiativkreis Mönchengladbach

Frederik Willem de Klerk, Friedensnobelpreisträger 1993

Der Friedensnobelpreisträger des Jahres 1993, Frederik Willem de Klerk war im Jahre 2004 der erste Gastredner der Vortragsreihe "Nobelpreisträger in Mönchengladbach". Rund 600 Gäste bereiteten dem 68-jährigen Präsidenten in Mönchengladbach einen herzlichen Empfang und zeigten sich als aufmerksame und begeisterte Zuhörer bei seinem Vortrag und dem anschließenden Interview mit dem ZDF-Moderator Steffen Seibert. Die musikalische Begleitung gab Juliette zu ihrem Besten.

"Frederik Willem de Klerk ist ein Mann, der die bewegte politische Landschaft seiner Zeit durch Mut und großes politisches Engagement über die Grenzen seines Landes hinaus geprägt hat", bekräftigte Uwe Hölzer, Vorsitzender der Geschäftsführung der real,- SB-Warenhaus-GmbH als Schirmherr der Veranstaltung in seiner Begrüßungsansprache. "Das neue Südafrika ist zehn Jahre alt", begann de Klerk seinen Vortrag, "und wir blicken voller Stolz zurück auf die Fortschritte in diesen Jahren und wagen voller Optimismus einen Ausblick in die Zukunft." Er freue sich, mitteilen zu können, dass "die Entwicklung gut gelingt".


Frederik Willem de Klerk berichtete über die Lage in Südafrika

Doch trotz zahlreicher positiver Signale sieht der ehemalige Staatspräsident sein Land kritisch: "Wir sind kein Superland ohne Probleme. Wir sind nicht nur euphorisch, sondern wir sind auf dem Boden der Tatsachen gelandet und kämpfen jetzt weiter." Das neue Südafrika habe viele Brennpunkte wie die steigende Arbeitslosigkeit und die damit verbundene Armut, die Differenzen zwischen Armen und Reichen, das marode Gesundheitssystem, das sich seit 1994 sogar verschlechtert hat, die wachsende Landflucht, die hohe Kriminalitätsrate oder den Kampf gegen Aids. "Solche Krankheiten halten sich nicht an nationale Grenzen", betonte de Klerk. "Südafrika ist weit weg. Aber die Welt ist klein geworden. Und wenn Sie sich ansehen, wie viele Prozent der Weltbevölkerung da leben, muss klar sein, dass der Kontinent auf die eine oder andere Art gerettet werden muss. Was in Südafrika passiert, ist für Europa ebenso relevant."

Frederik Willem de Klerk, Friedensnobelpreisträger 1993, bei seiner Rede im Kunstwerk in Mönchengladbach

Frederik Willem de Klerk im anschließenden Interview mit ZDF-Moderator Steffen Seibert