Diskussionsrunde zum Thema "Frauenfußball"

2011
Hochschule Niederrhein,
Mönchengladbach


Schirmherr für den Initiativkreis Mönchengladbach

Rolf A. Königs
Geschäftsführer der AUNDE Achter & Ebels GmbH
Persönliches Mitglied im Initiativkreis Mönchengladbach

Campusgespräche 2011

 

Die diesjährigen Campusgespräche standen ganz im Zeichen der bevorstehenden FIFA Frauen-Weltmeisterschaft. Städte-Botschafterin für die Host-City Mönchengladbach Dunja Hayali moderierte die Diskussionsrunde um DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger, Leverkusens Sportdirektor Rudi Völler, Städte-Botschafter und Vizepräsident von Borussia Mönchengladbach Rainer Bonhof und Nationalspielerin Fatmire „Lira“ Bajramaj.

Bevor die Diskussionsrunde starten konnte, musste Rudi Völler jedoch erst einmal klarstellen, dass seine Äußerung Schiedsrichter Deniz Aytekin solle besser Frauenfußball pfeifen, eher als Kompliment statt als Beleidigung gemeint war. „Frauenfußball ist dynamisch und technisch, aber es gibt nicht so extreme Zweikämpfe wie bei den Männern. Er muss sich seine Nische suchen“, so Völler. Auch Rainer Bonhof gab zu, dass er schon vor vielen Jahren erkannt habe, dass auch Frauen gut mit dem Ball umgehen können.

 

Frauenfußball bricht nicht nur den Grundgedanken dass Fußball männlich ist, sondern zielt auch auf Integration und Verständnis für andere. So zitierte Moderatorin Dunja Hayali den FIFA-Präsidenten Sepp Blatter mit seiner Äußerung „Die Zukunft des Fußballs ist weiblich“. Dennoch Männer- und Frauenfußball sind nicht auf gleiche Ebene zu stellen, da waren sich ausnahmslos alle Podiumsgäste einig. Was sich nicht zuletzt durch Zuschauerzahlen, Sponsorengelder und Gehaltsvorstellungen der Spieler und Spielerinnen ausdrückt.

Die bevorstehende Weltmeisterschaft könnte den Frauenfußball zumindest ein Stück näher an die Professionalität bringen. „Wenn wir es schaffen, den Frauenfußball in seiner Bedeutung mit der dritten Herren-Bundesliga zu vergleichen, war das Turnier schon ein großer Erfolg“, so Dr. Theo Zwanziger. Lira Bajramaj freut sich ganz besonders auf das Eröffnungsspiel gegen Kanada in Berlin sowie auf „das Finale - entweder gegen die USA oder Brasilien“. Ganz einig waren die Nationalspielerin und Dr. Theo Zwanziger sich dabei jedoch nicht. Lira: „Wir wollen ins Finale und im eigenen Land die WM gewinnen. Oder nicht?“ und richtete diese Frage an den DFB-Präsidenten. „Das Ziel haben wir, aber die anderen Länder haben aufgeholt. Das Halbfinale ist auf jeden Fall möglich. Aber die Erwartungshaltung, dass die Mannschaft auf jeden Fall gewinnt, die sollte man nicht zu sehr in die Höhe treiben.“ Zwanziger ergänzte: „Ja, wir wollen den Titel holen.“